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ESPA Umfrage: E-Invoicing wächst um 23%

Oktober 02, 2018

Über 1,9 Milliarden elektronische Rechnungen wurden im vergangenen Jahr von europäischen E-Invoice-Anbietern verarbeitet. Dies entspricht einem siginifikanten Anstieg von 23% gegenüber dem Vorjahr in der elektronischen Rechnungsstellung.

ESPA Umfrage: E-Invoicing wächst um 23%

Die elektronische Rechnungsstellung in Europa befindet sich in einem bedeutungsvollem Wachstum. Die ‘European E-Invoicing Service Providers Association’ (EESPA) berichtet, dass im vergangenen Jahr mehr als 1.9 Milliarden elektronische Rechnungen durch ihre Mitglieder verarbeitet wurden.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die elektronische Rechnungstellung in den Bereichen Business-to-Business (B2B), Business-to-Government (B2G) und Business-to-Consumer (B2C) um 23% angestiegen.

"Die Umfrage zeigt ein kontinuierliches, solides Wachstum für E-Invoicing in Europa. Wir bewegen uns also in die richtige Richtung, und die Umfrageergebnisse spiegeln den fortwährenden Übergang zu E-Invoicing- und elektronischen Rechnungsprozessen sowohl in großen Unternehmen als auch in staatlichen Organisationen wider ", kommentiert Ahti Allikas, Leiter Partner und Netzwerke bei OpusCapita und Mitglied des Leitungsgremiums der EESPA.

Marktveränderungen treiben das Wachstum voran

2017 haben EESPA Mitglieder insgesamt 1.265 Millionen B2B- und B2G-E-Rechnungen und insgesamt 719 Millionen B2C-Rechnungen verarbeitet. Gemäss der Umfrage beläuft sich der Gesamtwert der verarbeiteten elektronischen Rechnungen auf 4,6 Billionen EUR. Die EESPA führt diese jährliche Umfrage nunmehr seit fünf Jahren durch, um die Verbreitung und das Wachstum von elektronischen Rechnungen nachzuverfolgen.

EESPA e-invoicing volume survey

"Das Wachstum ist in den vergangenen Jahren stabil gewesen. Nun steht uns eine Phase des stärkeren Wachstums bevor. E-Invoicing ist hochaktuelles Thema in Europa, und insbesondere die Entwicklungen auf dem B2G-Markt werden die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung beschleunigen", sagt Ahti Allikas.

Der öffentliche Sektor in Europa wird auf die elektronische Rechnungsstellung umstellen, weil die europäische Richtlinie 2014/55/EU April 2019 in Kraft treten wird und Organisationen im öffentlichen Sektor dazu verpflichten wird, elektronische Rechnungen von Lieferanten gemäss den europäischen Standards zu erhalten.

"In einigen Ländern hat der öffentliche Sektor die Umstellung auf die elektronische Rechnungsstellung bereits in Auftrag gegeben, während andere Länder sich noch in der Planungsphase befinden. So hat zum Beispiel Italien beschlossen, die elektronische Rechnungsstellung für alle Unternehmen sowohl im B2G- als auch im B2B-Handel verbindlich zu machen. Meiner Meinung nach wird es in vielen europäischen Ländern bald auf der Tagesordnung stehen. Nachdem die Bereitschaft für die elektronische Rechnungsstellung geschaffen ist, folgt der nächste logische Schritt, elektronische Rechnungen von Lieferanten zu verlangen, um die Investitionen optimal nutzen zu können", sagt Allikas.

Interoperabilität auf dem Vormarsch

Laut der EESPA Umfrage werden die meisten E-Rechnungen im B2B- und B2G-Handel weiterhin auf der Basis von direkten Verbindungen ausgetauscht. Mit anderen Worten, Käufer und Lieferanten nutzen den gleichen E-Invoicing-Dienstleister. Dies wird als das Drei-Ecken-Modell bezeichnet.

"Obwohl das Volumen der elektronischen Rechnungen, die über diese direkten Verbindungen geliefert werden, immer noch erheblich höher ist als das Volumen der indirekten elektronischen Rechnungen, ist der indirekte Austausch um über 36% angestiegen.  Dies bedeutet, dass mehr und mehr elektronische Rechnungen über interoperable Verbindungen zwischen unterschiedlichen Anbietern statt in geschlossenen Netzwerken bereitgestellt werden", betont Ahti Allikas.

"Ich begrüße diesen Trend sehr, da Interoperabilität der Schlüssel zur Verbreitung der elektronischen Rechnungsstellung ist und insbesondere für die Aktivierung von Lieferanten wichtig ist. Es muss für jedes Unternehmen, unabhängig von Größe, Branche oder Land einfach sein, auf die elektronische Rechnungsstellung umzustellen. EESPA arbeitet aktiv für die Interoperabilität bei der elektronischen Rechnungsstellung, und OpusCapita ist als Betreiber eines der größten E-Invoicing-Netzwerke der Welt an dieser Entwicklung beteiligt."



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