;
Juni 07 , 2018

Weiter geht‘s – bleiben Sie auf Kurs! 6 Gründe, um sich mit POBO und COBO zu beschäftigen

by

Gehen Sie beim In-House-Banking einen Schritt weiter und erreichen Sie noch mehr Effizienz in den Finanzprozessen Ihrer Organisation mit POBO und COBO. Warum sich dies auszahlt, lässt sich mit den nachfolgenden 6 Argumenten zeigen.

6 Gründe, um sich mit POBO und COBO zu beschäftigen

Bei Projekten zur Realisierung einer zentralisierten Unternehmens-Treasury stellt die Einrichtung einer In-House-Bank gewöhnlich den letzten Schritt dar. Nachdem die Treasury bereits angetreten ist, den Konzernunternehmen eine Vielzahl von Bankdienstleistungen zur Verfügung zu stellen – u.a. Finanzierung, Cash Management, Fremdwährungsabsicherung, Investitionsverwaltung –, ist nun möglicherweise der Zeitpunkt gekommen, die Vervollständigung der Zentralisierung und die Einführung von Payments- und Collections-on-behalf-of-Strukturen (POBO und COBO) umzusetzen.

POBO und COBO führen zu noch erheblich mehr Effizienz und Transparenz über die Finanzprozesse, einhergehend mit einer Rationalisierung der externen Bankstruktur und maximalen Vorteilen des In-House-Banking. In der Regel entscheiden sich große Unternehmen mit vielen Niederlassungen in unterschiedlichen Ländern und einem hohen Jahresumsatz für diesen Weg.

Praktisch erfolgt die Umsetzung dieser Ansätze so, wie es ihre Bezeichnungen schon nahelegen.

  • Bei POBO nimmt Treasury die Zahlungen im Namen der Niederlassungen vor – und zwar gewöhnlich über ein einziges Konto pro Währung. Verbucht werden die Zahlungen dann auf den entsprechenden internen Konten der Niederlassungen innerhalb der In-House-Bank.
  • Bei COBO wiederum zieht Treasury die eingehenden Zahlungen im Namen der Niederlassungen ein – auch hier gewöhnlich über ein einziges Konto pro Währung. Gebucht werden die Zahlungsvorgänge dann auf die entsprechenden internen Konten der Niederlassungen innerhalb der In-House-Bank.

Wenn Sie sich darüber informieren möchten, wie solche On-behalf-of-Strukturen im Rahmen einer In-House-Bank eingerichtet werden, empfehlen wir den Download unseres White Papers, in dem die Themen POBO und COBO eingehend behandelt werden. In dem vorliegenden Blog beschäftigen wir uns mit den maßgeblichen Gründen, warum Sie Payments- und Collections-on-behalf-of in Betracht ziehen sollten.

Die On-behalf-of-Strukturen unterstützen Unternehmen bei der Erreichung operativer Leistungsstärke und Kosteneffizienz in ihrem Cash- und Liquiditätsmanagement durch eine weitestgehende Zentralisierung und Skaleneffekte. Zu den Vorteilen von PBO und COBO gehören:

  • Größtmögliche Transparenz: Eine bessere Übersicht und Steuerung des konzernweiten Cashflows für maximale Transparenz und die Möglichkeit für Treasury, eine sehr große Auswahl an Optionen für das Cash Management in Echtzeit zu nutzen. Darüber hinaus sind Liquiditätsprognosen auf Grundlage zentral erfasster Informationen zuverlässiger und versetzen Sie so in die Lage, vorteilhafte Entscheidungen in Bezug auf die Verbindlichkeiten und Investitionen Ihres Unternehmens zu treffen.
  • Auflösung komplexer Bankbeziehungen: Mit POBO und COBO können Sie Zahlungsaus- und -eingänge in einem externen Kanal zusammenfassen und beispielsweise pro Währung ein einziges Konto verwenden. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, die Zahl der externen Bankkonten innerhalb des Konzerns zu verringern und die Interaktion mit den Banken auf Konzernebene zu vereinfachen – ganz abgesehen von den geringeren Bank- und Transaktionsgebühren.

Mit Payments on-behalf-of können Konzern-Treasuries das Cash Management im Rahmen einer In-House-Bank oder Payment Factory weiter vereinfachen. Daraus ergeben sich folgende Vorteile:

  • Optimierte Zahlungen: Ist die Konzern-Treasury für die Vornahme von Zahlungen im Namen der Niederlassungen verantwortlich (POBO), können Prozesse optimiert und stets die kosteneffizienteste Methode sowie die geeignetste Bankverbindung ausgewählt werden. Zudem ist es möglich, Zahlungen fakultativ nach eigenen Kriterien zusammenzufassen. Mit einer In-House Bank-Struktur lässt sich die Auswahl des zu verwendenden externen Kontos beispielsweise entsprechend der Währung, in der die Zahlung zu tätigen ist, automatisieren.
  • Verringertes Betrugsrisiko: Zahlungsvorgänge zentral zu steuern bedeutet, dass weniger Leute in den Prozess eingebunden sind, was die Gefahr eines internen Missbrauchs verringert. Eine konzernweite Zahlungsprozessharmonisierung verfolgt diesen Weg. Dank der zentral gesteuerten Payment Factory und der POBO-Methode wissen Sie stets, wann und wo liquide Mittel aus dem Konzern abfließen. Die vollständige Sicht erleichtert es Ihnen, Zahlungsbetrug zu erkennen und zu bekämpfen.

Collections on-behalf-of geht hier noch einen Schritt weiter, indem den Treasurern nicht nur eine höhere Sichtbarkeit über die Liquiditätspositionen des Konzerns verschafft wird, sondern auch ein schnellerer Zugriff auf die liquiden Mittel. Zu den Vorteilen von COBO gehören:

  • Perfektioniertes Working Capital-Management: Mit zentral auf Konzernebene erfassten Forderungen können sich enorme Möglichkeiten für das Working Capital-Management der gesamten Organisation eröffnen. Liegt der aus- und eingehende Cashflow fest in der Hand der Treasury, ist es einfacher, innerhalb des Konzerns fehlende liquide Mittel an der einen Stelle, mit Hilfe der überschüssigen Liquidität an anderer Stelle auszugleichen.
  • Größtmögliche Unabhängigkeit: Durch die Umsetzung sowohl von POBO als auch COBO können Konzern-Treasuries größtmögliche Unabhängigkeit von Banken erzielen, indem sie die Anzahl der Bankkonten auf ein Mindestmaß reduzieren. Zudem ergibt sich dank der Skaleneffekte eine bessere Ausgangsposition bei Preisverhandlungen mit der nunmehr reduzierten Zahl von den für das Cash Management ausgewählten Banken.

Falls Sie mehr über POBO und COBO erfahren möchten, können Sie sich gerne für das von uns angebotene Demo anmelden. Wir erkunden darin, wie die beschriebenen Strategien in der Praxis funktionieren.

 

 

Jaakko Kilpinen OpusCapita

Jaakko Kilpinen
Jaakko Kilpinen blickt auf über 15 Jahre Erfahrung im betrieblichen Cash Management zurück und verfügt über ein profundes Fachwissen zu Liquiditätsprognosen, Saldierungs- und In-House-Banking-Prozessen. Im Rahmen seiner beruflichen Laufbahn bekleidete er u.a. die Position des Konzern-Treasurers in einem finnischen Aktienunternehmen. Derzeit ist er als Solution Manager für OpusCapita tätig.