April 05 , 2018

5 Kriterien für die Einführung einer modernen In-House Banking-Lösung

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Mit diesen 5 Punkten können Sie feststellen, ob modernes In-House Banking die Ansprüche Ihrer Organisation im Hinblick auf ein geregeltes Cash Management erfüllt.

5 Kriterien für die Beurteilung, ob die Einführung einer modernen In-House Bank die richtige Lösung für Sie ist

Nicht für jede Organisation ist eine In-House Bank die richtige Wahl. Diejenigen, die dafür geeignet sind, können allerdings mit einem beträchtlichen Nutzengewinn für Ihr globales Cash Management rechnen.

Wenn Sie mehr über die wesentlichen Grundzüge und Funktionen einer modernen In-House Bank-Lösung erfahren möchten, sollten Sie unseren letzten Blog lesen, in welchem wir dieses Thema genauer behandeln. In diesem Blog konzentrieren wir uns jetzt auf die Punkte, die Sie bei der Beurteilung bedenken sollten, ob eine moderne In-House Bank für Sie die richtige Lösung ist.

Anzahl der Tochtergesellschaften

Je höher die Anzahl der Tochtergesellschaften oder Geschäftseinheiten Ihrer Organisation ist, desto mehr Nutzen kann Ihre Organisation aus einer In-House Bank ziehen. Große, multinationale Unternehmen, bei denen zentralisierte Cash Management-Prozesse schon länger auf der Agenda stehen und in Angriff genommen worden sind, sollten eine In-House Bank als wesentliches Element zumindest ins Kalkül gezogen haben. Besteht Ihr Ziel darin, Echtzeit-Transparenz über die Cashbestände auf Konzernebene zu erlangen, verschafft Ihnen eine In-House Bank Zugang zu einer überaus großen Palette an Werkzeugen für mehr Kontrolle über die Cashflow-Prozesse und eine effiziente Verwaltung des Working Capitals.

Anzahl der Bankbeziehungen

Mit einer zur Verwaltung der Konzern-Kontenstruktur genutzten In-House Bank lässt sich die Vielzahl externer Bankkonten von Niederlassungen durch interne Konten ersetzen und sogar eine Verringerung der Anzahl von Bankpartnern auf Konzernebene realisieren. Tatsächlich gilt: Je höher die Anzahl der Banken, mit denen Ihre Organisation Beziehungen unterhält und je komplexer das Bankenumfeld, desto größere Einsparungen bei den Transaktions- und Verwaltungskosten können hier durch Ihre Organisation erzielt werden.

Interne Transaktionsvolumen

Werfen Sie einmal einen genaueren Blick auf die Anzahl der internen Transaktionen in Ihrem Konzern. Je höher das interne Rechnungsvolumen ist, desto mehr können Sie dadurch gewinnen, dass Sie eine In-House Bank zur Verwaltung der internen Zahlungen einrichten. Eine moderne In-House Bank-Struktur ermöglicht Ihnen die Automatisierung Ihres internen Zahlungsprozesses mit einer hohen STP-Rate, was die Zahlungen beschleunigt. Bei internen Zahlungen vermeiden Sie Wertstellungsverluste und vor allem Transaktionsgebühren.

Anzahl verschiedener Währungen

In vielen Unternehmen ist ein verteiltes Risikomanagement über mehrere Niederlassungen für einzelne Währungen üblich. Dies führt zu Doppelarbeit sowie unnötigen Absicherungstransaktionen und Kosten. Hat die Konzern-Treasury eine klare Sicht über die Fremdwährungsrisiken und Währungspositionen der gesamten Organisation, kann sie die erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Fremdwährungsrisikos auf Konzernebene ergreifen. Eine In-House Bank trägt hier ebenfalls zu Einsparungen bei den Wechselkurskosten bei, da beispielsweise interne Mehrwährungszahlungen intern abgewickelt werden können.

Höhe der Kreditaufnahme in den Niederlassungen

Nehmen die Niederlassungen Ihrer Organisation häufig bei ihren lokalen Banken Kredite zur Abwicklung von Geschäften und Projekten auf? Wenn dies der Fall ist, könnten Sie großen Nutzen aus der Kosten- und Prozesseffizienz einer modernen In-House Bank durch die Möglichkeit der zentralen Verteilung liquider Mittel für den operativen Bedarf ziehen. Die paradoxe Situation, in der einige Niederlassungen überschüssige liquide Mittel auf ihren Bankkonten horten und sie zu ungünstigen Konditionen investieren, während andere das Geld zu hohen Gebühren leihen müssen, lässt sich so auflösen.

 

Jaakko Kilpinen OpusCapita

Jaakko Kilpinen
Jaakko Kilpinen blickt auf über 15 Jahre Erfahrung im betrieblichen Cash Management zurück und verfügt über ein profundes Fachwissen zu Liquiditätsprognosen, Saldierungs- und In-House-Banking-Prozessen. Im Rahmen seiner beruflichen Laufbahn bekleidete er u.a. die Position des Konzern-Treasurers in einem finnischen Aktienunternehmen. Derzeit ist er als Solution Manager für OpusCapita tätig.