Mai 02 , 2018

5 Hauptvorteile einer In-House-Bank

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Die Einrichtung einer In-House Bank schafft operative und strategische Vorteile. Welche genau? Im Folgenden nehmen wir die 5 zentralen Vorteile des In-House Banking genauer unter die Lupe.

5 zentrale Vorteile des In-House-Banking

Gewöhnlich dreht sich alles um die Kosten. In ihrem Bestreben nach einem zentralisierten Cashflow-Management gehören Kosten- und Prozesseffizienz für Finanzorganisationen zweifelsohne zu den wichtigsten Zielen. In letzter Zeit haben die strategischen Vorteile, die sich aus der Schaffung uneingeschränkter Transparenz über die liquiden Mittel auf Konzernebene ergeben, diese operativen Vorteile allerdings zunehmend in den Hintergrund gedrängt.

Unabhängig von dem, was Sie letztendlich erreichen wollen, führt die Steuerung des Cash Managements und der Finanzprozesse mit einer modernen In-House Bank sowohl zu operativen als auch strategischen Vorteilen. Einige der zentralen Vorteile des In-House Banking sollen hier herausgestellt werden. Unser Whitepaper zum Thema In-House Banking liefert einen umfassenden Überblick über die zahlreichen Vorteile einer In-House Bank.

Vorteil #1 – Cashflow-Effizienz

Mit einer gut aufgestellten In-House Bank verbessert sich die Effizienz sowohl der internen als auch externen Ströme liquider Mittel. Mangelnde Transparenz über die Cashbestände auf Konzernebene stellt eine häufige Problemquelle für die Konzern-Treasurer und Cash Manager dar. Mit einer In-House Bank können alle Konten, internen Transaktionen, Zahlungen und Kontoauszüge für die Buchhaltung zentral verarbeitet werden.

Dank der Möglichkeit, den Cashflow Ihrer Niederlassungen besser zu steuern und zu lenken, gestaltet sich die Optimierung des Working Capitals sowie die Nutzung liquider Mittel für Zahlungen und Investitionen für Sie einfacher. Darüber hinaus erhalten Sie wertvolle Einblicke nicht nur in die finanziellen, sondern auch in die operativen Vorgänge und Entscheidungsfindungen. Würde das Management Ihrer Organisation Budgets und Entwicklungsinitiativen nicht anders gestalten, wenn Sie ihm uneingeschränkte Transparenz über den gesamten Cashflow verschaffen könnten?

Vorteil #2 – Geringeres Betrugsrisiko

Eine der in der heutigen Zeit wichtigen Trumpfkarten, welche das In-House-Banking Konzern-Treasurern in die Hände spielt, bezieht sich auf das Ergreifen von Maßnahmen gegen die allgegenwärtige Bedrohung durch Zahlungsbetrug. Ein Großteil der externen Bankkonten und Bankverbindungen lässt sich durch die In-House-Bankstruktur ersetzen – sogar eine Abschaffung der lokalen Zugänge zu externen Banken ist möglich. So bekommt die Treasury das Steuer in die Hand und beispielsweise die Risiken im Zusammenhang mit der Datensicherheit und der Verarbeitung von Zahlungsdateien werden verbessert. Bei einer Bündelung des externen Zahlungsverkehrs an einer zentralen Stelle können etwaige Zahlungsmissbräuche leichter verfolgt werden.

Vorteil #3 – Automatisierte Workflows

Wenn Sie mit Hilfe einer In-House-Bank externe Bankkonten ersetzen, können Sie den Cashflow zwischen Ihren Niederlassungen automatisieren und so den für das interne Zahlungsmanagement erforderlichen Arbeitsaufwand reduzieren. So werden Sie auch von beträchtlichen Einsparungen für Transaktionskosten profitieren. Die zusätzliche Automatisierung der damit verbundenen Buchhaltungs- und Monatsabschlussroutinearbeiten bedeutet weniger manuelle Arbeit und mehr Zeit für wertschöpfende Aufgaben.

Vorteil #4 – Bankenunabhängigkeit

Stehen Bankdienstleistungen wie die Bereitstellung von Konten, Finanzierung, Fremdwährungsrisikomanagement und Absicherungen den Niederlassungen im Rahmen der In-House-Bank zur Verfügung, kann die Konzern-Treasury die Aufgabe übernehmen, die Bankpartner, welche dem gesamten Konzern die dann noch erforderlichen externen Bank- und Finanzservices bereitstellen sollen, nach eigenem Ermessen auszuwählen. Hiermit ergibt sich dann endlich die Möglichkeit, Bareinlagen nicht mehr bei einer mit Unsicherheiten behafteten Bank halten zu müssen oder an Kredite gebunden zu sein, für die ungünstige Konditionen ausgehandelt wurden!

Einer der wesentlichen Vorteile des In-House-Banking sind die Kostensenkungen. Vermiedene Transaktionsgebühren und Wertstellungsverluste sowie eine weitestgehende Verringerung des Währungsumtauschs bzw. der Finanzierungsaufwendungen können beachtliche Einsparungen generieren, sofern Sie die On-behalf-of-Funktionen und die interne Zahlungsstruktur geschickt ausnutzen.

Vorteil #5 – Optimiertes Währungsrisikomanagement

Mit einer guten Sicht auf den gesamten Cashflow und zuverlässigen Liquiditätsprognosen können Sie nun auch die Verantwortung für das Währungsrisikomanagement übernehmen. Der durch das In-House-Bank-System mögliche uneingeschränkte Überblick über die Währungsrisiken und -positionen des gesamten Unternehmens versetzt Sie in die Lage, die erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Fremdwährungsrisikos zu ergreifen. Wussten Sie, dass die In-House-Bankkonten als Mehrwährungskonten eingerichtet werden können? Daraus ergibt sich ein nicht unerhebliches Einsparpotenzial bei den Währungsumtauschkosten.

Mit dem obigen Text haben wir Ihnen nur eine kurze Beschreibung der vielen Vorteile des In-House-Banking vorgelegt. Um mehr zu erfahren, empfehlen wir die Lektüre unseres White Papers. Falls Sie unsicher sind, ob In-House-Banking die richtige Lösung für Ihre Organisation ist, können Sie sich auch unser On-demand-Webinar zu diesem Thema ansehen.

Unseren nächsten Blog werden wir den On-behalf-of-Funktionen widmen, die heutzutage in jedem anspruchsvollen Projekt zur Zentralisierung des Cash Managements das Ziel darstellen – oder zumindest in Betracht gezogen werden sollten. POBO (Payments on-behalf-of) und COBO (Collections on-behalf-of) führen hier noch zu einer weiteren Steigerung der Effizienz und Transparenz der Finanzprozesse eines Konzerns und maximieren so die Vorteile des In-House-Banking.

 

 

Jaakko Kilpinen OpusCapita

Jaakko Kilpinen
Jaakko Kilpinen blickt auf über 15 Jahre Erfahrung im betrieblichen Cash Management zurück und verfügt über ein profundes Fachwissen zu Liquiditätsprognosen, Saldierungs- und In-House-Banking-Prozessen. Im Rahmen seiner beruflichen Laufbahn bekleidete er u.a. die Position des Konzern-Treasurers in einem finnischen Aktienunternehmen. Derzeit ist er als Solution Manager für OpusCapita tätig.