Feb

28

Konkrete Ansätze zur Betrugsbekämpfung in Ihrer
Organisation – fünf Maßnahmen, die sie sofort
umsetzen können

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In den letzten Blogbeiträgen haben wir uns näher mit einem neuen Phänomen – dem CEO Fraud – beschäftigt. Hierbei handelt es sich um eine Betrugsmasche, bei der ein Angreifer die E-Mail des Chefs oder einer anderen Führungskraft nachahmt und eine schnelle Geldüberweisung von Ihnen fordert. Der Trick zielt darauf ab, dass Mitarbeiter bei einer vermeintlichen Mail ihres Geschäftsführers davor zurückschrecken, die Authentizität des Absenders zu hinterfragen und um eine Bestätigung zu bitten. Unternehmen können Maßnahmen ergreifen, um dieser Falle zu entgehen.

Der Schlüssel zur Bekämpfung von Cyberattacken liegt in einer sorgfältigen Kombination aus technischen Maßnahmen und menschlichem Handeln. Den Anfang macht hier eine starke Unternehmenskultur, idealerweise kombiniert mit einer automatisierten Finanzüberwachungssoftware, die alle verdächtigen Zahlungen stoppt. 

Integrierte Plattformen bieten einen besseren Schutz vor Cybercrime

Gegenwärtig nutzen viele Organisationen für die verschiedenen Komponenten ihrer Cashmanagement-Prozesse unterschiedliche Plattformen. Banken bedienen sich beispielsweise jeweils speziell zugeordneter Systeme. In Branchen mit einem hohen Rechnungsaufkommen wie dem Bauwesen und dem Einzelhandel besteht ein höherer Bedarf an einer Harmonisierung der Finanzflüsse, um den Schutz zu erhöhen. Interne Risiken können darüber hinaus durch die Befolgung einiger grundlegender Verhaltensregeln erheblich verringert werden.

Stärkung der Unternehmenskultur

Fördern Sie eine Unternehmenskultur, bei der Sicherheit und transparentes Cashmanagement an erster Stelle stehen. Hierzu ist ein ständiger und offener Dialog zwischen der Finanz- und der IT-Abteilung erforderlich. Beim schnellen Wandel der Digitalwirtschaft ist dies von entscheidender Bedeutung. Laufende (Sicherheits-)Updates der eingesetzten Software sollten bei den Unternehmen ganz oben auf der Liste stehen.

Überwachung des Cashmanagements

Entwerfen Sie eine Strategie, um verdächtige Überweisungen schnell erkennen und darauf reagieren zu können. Legen Sie Ihr Augenmerk besonders auf Finanzflüsse, die mit erheblichen Risiken verbunden sind. Dazu gehören die eingangs erwähnten manuell ausgeführten Zahlungen auf der Führungsebene. Denken Sie auch daran, Standardverfahren für einen sicheren Zugang der Mitarbeiter zu implementieren. Ein weiterer Bestandteil der Strategie sollte ein Handbuch sein, das Worst-Case-Szenarien aufzeigt.

Standardisierung

Stellen Sie sicher, dass die branchenspezifischen Richtlinien eingehalten werden. Verwenden Sie Lösungen, die ein Single-Platform-Konzept unterstützen. Um den Schutz vor Cybercrime im Finanzbereich erheblich zu verbessern, müssen auch laufende Risikoanalysen durchgeführt und die bestehenden Geschäfts-, IT- und Zahlungssysteme ständig aktualisiert werden.

Einsatz automatisierter Kontrollmechanismen

Führen Sie systemübergreifend eine mehrstufige Authentifizierung – auch bekannt als „Vier-Augen-Prinzip“ – ein, denn bekanntlich sehen vier Augen mehr als zwei. Bedienen Sie sich automatisierter Softwarelösungen, die ungewöhnliche Transaktionen auf eine schwarze Liste setzen oder in sonstiger Weise kennzeichnen können.

Über die Verhaltensmaßnahmen hinaus sollten Unternehmen sicherstellen, dass die von ihnen verwendeten Werkzeuge integriert sind und die Unternehmen in die Lage versetzen, verdächtiges Verhalten im Rahmen ihres Cashmanagements automatisch zu prüfen und kenntlich zu machen.

OpusCapita unterstützt bereits über die Hälfte der an der Börse von Helsinki gelisteten Unternehmen beim Schutz vor Cybercrime mit einer End-to-End Cashmanagement-Lösung. Der Link führt Sie zu weiteren Informationen.

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Karl Henrik Sundberg 3 FKarl-Henrik Sundberg beschäftigt sich leidenschaftlich mit dem Thema Cashmanagement. Er hat sechs Jahre als Cash Management Advisor bei einer großen schwedischen Bank und danach weitere sechs Jahre als Cash Management Director in der Finanzabteilung eines weltweit operierenden multinationalen Unternehmens gearbeitet. Als Finanzexperte tauscht Sundberg sich gern mit Gleichgesinnten über die Tücken der Finanztechnologie aus – wenn der bekennende „Tekkie“ nicht gerade mit seiner Smartwatch redet.