Jedes Unternehmen muss eine E-Banking-Lösung finden, die eine effiziente Vernetzung mit Banken bereitstellt.

Mit anderen Worten, Unternehmen müssen in der Lage sein, zuverlässig und bequem Zahlungen an eine Bank abzuwickeln und aktuellste Kontoinformationen von Banken zu erhalten.

Einige Unternehmen nutzen Banking-Portale und andere Systeme, die ihnen von ihren Banken angeboten werden. Andere Unternehmen greifen jedoch auf automatisierte Lösungen wie die sogenannte “Payment Factory” zurück. Der Ausdruck “Payment Factory” ist jedoch ein eher kryptischer Ausdruck. Er bedeutet vereinfacht gesagt, dass durch technische Lösungen Zahlungsabläufe effizienter gehandhabt werden können. Dies bedeutet in der Praxis, das Unternehmen Verbindungen, wie zum Beispiel bankspezifischen ‘Host-to-Host’-Lösungen, regionale Standards wie EBICS und globale Standards wie SWIFT nutzen können.

Seit fast einem Jahrzehnt arbeite ich nun schon im Corporate Cash Management-Bereich. Im Laufe der Jahre habe ich mich eingehend mit dem internationalen Zahlungsverkehr, Sicherheitsthemen und Bank- und ERP- Integrationen beschäftigt. Und natürlich habe ich mit großem Interesse verfolgt, wie die Digitalisierung und Entwicklung des SaaS (Software als Service)- Geschäftsmodells das Feld der Bankanbindungs-Technologien verändert hat. Mittlerweile können wir festhalten, dass die sogenannte Unternehmens-Bank-Konnektivität fast schon zu einem Standard geworden ist.

Unternehmen, die eine Bankverbindung herstellen möchten, können nun entweder eine Software einkaufen oder aber sie können diese Bankverbindung als Service erwerben. Meiner Meinung kann das ‘Handelsgut’ Bank-Konnektivität sein volles Maß aber erst entfalten, wenn es als Service erworben wird. Im folgenden werde ich einige Gründe für diese These erläutern.

 Plug and Play-Konnektivität

Was genau bedeutet das Buzzword ‘Plug and Play- Konnektivität’? Schauen wir uns die Sache genauer an. Nehmen wir an, ein Unternehmen betreibt internationalen Zahlungsverkehr. Das Unternehmen kann dann zum Beispiel seine Verbindungen über das globale SWIFT-Netzwerk herstellen. Die Standard-SWIFT Alliance Lite 2-Lösung ist im Prinzip eine Software mit einem Token (eine Art Lizenzschlüssel). Optional beinhaltet die Lite2-Lösung auch die Möglichkeit für VPN- Verbindungen. In diesem Fall kauft das Unternehmen eine Technologie ein. Es muss also die IT-Abteilung beteiligt sein und sicherstellen, dass die eingekaufte Technologie in die bestehende IT-Infrastruktur passt. Des Weiteren muss eruiert werden, wie viel interner Aufwand die Integration und das Setup beanspruchen wird. Außerdem muss abschließend geklärt werden, wo das Setup gehostet werden soll und natürlich muss auch sichergestellt werden, dass die neue Technologie allen Compliance-Richtlinien entspricht. Alles relativ arbeitsintensiv und zeitaufwendig.

Die andere Möglichkeit, die Unternehmen haben, ist die Bankanbindung als Service von einem zertifizierten SWIFT-Partner zu erhalten. Wenn Sie zum Beispiel eine Alliance Lite2 Business-Applikation für die Zahlungsabwicklung und das Cash Management ihres Unternehmens nutzen, erhalten Sie auch die SWIFT-Verbindung, die in der Cloud-Lösung bereits eingebettet ist. In diesem Fall müssen Sie von Ihrer Seite nur ein paar einfache Schritte machen, um auf das globale Bankennetzwerk via SWIFT mit ihrem BIC-Code zuzugreifen.

You get what you pay

Die nächste Frage ist, für was genau wir eigentlich zahlen möchten. Geht es zum Beispiel um Bankverbindungs-Technologien, können wir entweder die festen Kapitalkosten (CAPEX) für eine Software oder die variablen Betriebskosten (OPEX) für das Cloud-basierte Software as a Service-Modell wählen.

Im Englischen spricht man häufig davon, dass man nur dasbekommt, was man zahlt (You get what you pay). In diesem Fall aber ist das Gegenteil der Fall: Sie zahlen nur, was sie bekommen, wenn sie Bank-Konnektivität als Service einkaufen. Der Preis ist zudem sehr transparent: Man zahlt genau das, was man nutzt und es gibt keine indirekten Kosten.

Alternativ dazu stehen die hohen Kosten, eine eigene Software einzukaufen. Dabei ist die Software-Lizenz nur der Anfang. Sie müssen zum Beispiel auch eine Plattform für die Software erwerben und für die Implementierung zahlen. Außerdem sind da natürlich auch noch die Updates und Wartungen, die durchgeführt werden müssen.

Begeben Sie sich gar nicht erst in den Dschungel der technischen Spezifikationen

Meiner Meinung nach liegt einer der größten Unterschiede in den Möglichkeiten der Software-Integration. Wenn wir die Software einkaufen, müssen wir auch technische Details wie Bank-Kontrollmeldungen und Bank-Protokolle in die Backoffice-Anwendungen integrieren. Das kann äußerst umständlich werden. Diejenigen, die Konnektivität als Service wählen, vermeiden diesen zusätzlichen Arbeitsaufwand durch eine Vielzahl von technischen Konfigurationsmöglichkeiten und Prozessen. Bei Konnektivität als Service liegt dieser Dienst auf einer anderen Ebene und die Komplexität wird hinter Verträgen, die Nerds wie ich Schnittstellen nennen, verborgen. Das bedeutet, dass die Diskussion sich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren kann, wie zum Beispiel, welche Zahlungsarten unterstützt werden und wie der Kunde am besten seine Unternehmensziele erreichen kann.

Zukunftssicherheit

Gehen wir davon aus, dass sie Ihre Bankverbindungs-Lösung zum Laufen gebracht haben. Nun ist die nächste Frage, wie sie sicherstellen, dass die Lösung immer auf dem neuesten Stand und am Laufen gehalten wird? Wenn Sie in einem globalen Umfeld tätig sind, muss diese Unterstützung im Prinzip 24 Stunden an 7 Tagen die Woche und an 365 Tagen des Jahres gewährleistet werden, damit sichergestellt ist, dass Ihre Zahlungsströme reibungslos fließen.

Und was ist mit internen Service-Level-Vereinbarungen zwischen Ihren Finanz-, Treasury und IT-Funktionen? Diese müssen im Detail beschrieben werden und es muss Disaster Recovery-Pläne, Support-Fenster und Ticket-Prozesse geben - um nur einige Dinge zu nennen. Und wenn Sie all diese Arbeit machen, wie stellen Sie dann sicher, dass Sie erprobten und bewährten Verfahren folgen? Wie stellen Sie sicher, dass in Ihrem Unternehmen immer die Kompetenzen zum Thema Bankenregulierung und technologische Weiterentwicklungen auf dem Laufenden bleiben?

Wenn wir an die Service-Level Vereinbarungen denken, sollte es letztendlich klar sein, warum die Vorteile deutlich im Software as a Service-Ansatz für Banken-Konnektivität liegen.

 Man muss ein Auto nicht selber bauen, um es zu fahren

Lassen Sie uns zum Schluss über die obige Analogie kurz nachdenken. Stellen Sie sich vor, Sie wollen Waren zu einem Kunden transportieren. Würden Sie den dazu benötigten LKW selber zusammenbauen und sicherstellen, dass der LKW jährlich gewartet wird und einen leistungsstarken Motor hat? Kümmern Sie sich darüber hinaus auch um die Kompetenzentwicklung des LKW-Fahrers, damit er immer auf dem Laufenden bleibt, wenn es um die Straßenverkehrsordnung geht?

Ich bin mir sicher, die Antwort zu all diesen Fragen ist Nein und dass Sie diesen LKW wahrscheinlich mitsamt des Fahrers leasen würden. Das trifft auch auf das  Thema Banken-Konnektivität zu. Heutzutage ist es für Firmen leichter, Software as a Service, quasi zu ‘leasen’, anstatt sich mit langwierigen Implementationen, Instandhaltungen- und Kompetenzentwicklungen zu beschäftigen. Genau das gilt also auch im Zahlungsbereich.

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