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E-Invoicing - Türöffner für modernes Liquiditätsmanagement

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E-Invoicing liegt weltweit im Trend: In Europa werden im öffentlichen Sektor und zwischen Unternehmen derzeit knapp ein Viertel der Rechnungsvorgänge elektronisch abgewickelt, in Deutschland bereits 27 Prozent. Dass die Tendenz stark steigt, ist keine Überraschung: Die Standardisierungen der elektronischen Rechnungsabwicklung – ZUGFeRD in Deutschland, PEPPOL auf europäischer Ebene – sind längst zum Innovationsmotor für weiterführende Optimierungsansätze geworden. Der Elektronische Rechnungstag hat hier eine wichtige Informations-Funktion. Er zeigt Unternehmen den Weg von der Papierrechnung über die Digitalisierung hin zu den verschiedenen Formen der elektronischen Rechnung. „E-Invoicing eröffnet aber weit mehr Möglichkeiten, als die offensichtlichen direkten Prozessverbesserungen. Es ist die Grundvoraussetzung für den Zugang zu modernem Liquiditätsmanagement und ebnet den Weg zu effizientem Working Capital Management und neuen Supply Chain Finance-Modellen“, sagt Christian Scherf, Geschäftsführer der OpusCapita GmbH.

Ohne Lücken digitalisieren


Bei der Einführung von E-Invoicing ist Konsequenz gefragt: Auch wenn Rechnungen digital ein- und ausgehen, ist noch nicht sichergestellt, dass sie auf dem Bearbeitungsweg digital gemanagt werden. Ausdrucke für Archivierung oder Freizeichnung unterbrechen den digitalen Fluss und verursachen Kosten und Zeitverluste. Auch in den Druckund Scan-Infrastrukturen ist Kapital gebunden, das zielführender eingesetzt werden kann.


Umstellungsaufwand auslagern


Spezialisierte Dienstleister mit Full-Service-Angebot können Unternehmen bei den entscheidenden Schritten unterstützen: Intern sorgen sie mit der Einrichtung einer komplett digitalen Bearbeitungskette dafür, dass gebundenes Working Capital freigesetzt, Laufzeiten reduziert und der Arbeitsaufwand minimiert werden. Das ermöglicht zudem mobiles Arbeiten, sogar bei Rechnungsfreizeichnungen. Mindestens genauso wichtig: Auch extern können die Unternehmen erheblichen Implementierungsaufwand einfach an den Dienstleister abgeben. „Die technische Einrichtung der Lösung ist nur ein Teil der Aufgabe. Auch Zulieferer, Partner und Kunden müssen an Bord geholt werden. Durch Lösungen mit Multichannel-Option können Unternehmen sofort umstellen und die gesamte Übergangsphase wird vom Dienstleister geregelt. Damit entfällt eine entscheidende Hürde“, erklärt Scherf. Konkret: Das Unternehmen erhält vom Dienstleister alle Rechnungen digital und kann intern sofort mit der Einrichtung der komplett digitalen Abläufe beginnen. Kunden und Zulieferer können ihren Rechnungsverkehr aber weiterhin auf Papier, per PDF oder komplett digital abwickeln. Das Scannen und Umwandeln erledigt der Dienstleister. Darüber hinaus kann er die Ansprache der Externen übernehmen, sie von ihren eigenen Vorteilen durch elektronische Verfahren überzeugen und so den Digitalisierungsgrad stetig erhöhen. Sind die Zulieferer erst digital „an Bord“, eröffnen sich viele wei ere Möglichkeiten.

 

Zulieferer-Kooperation mit Mehrwert – Supply Chain Finance


Supply Chain Finance beispielsweise schafft eine neue Form der Kooperation, von der Auftraggeber und Zulieferer profitieren – durch finanzielle Vorteile, krisenfeste Partnerschaft und Planbarkeit. Mit aktivem Lieferanten-Onboarding für alle Zulieferer auf einer gemeinsamen Plattform werden Debitoren- und Kreditorenlaufzeiten auf allen Seiten deutlich reduziert. Dank optimierter Rechnungsverwaltung im Unternehmen können Forderungen der Zulieferer weit vor dem Zahlungsziel beglichen werden. Unternehmen profitieren von verbesserten Skontobedingungen, Zulieferer steigern ihre Liquidität und stabilisieren dadurch ihre Geschäftslage. Ein Rechenbeispiel: Ein Unternehmen mit 800 Millionen Euro Jahresumsatz und 500 Millionen Euro im Einkauf hat 4.500 Zulieferer insgesamt – 200 stellen 30 Prozent des Einkaufsvolumens. 70 Prozent des Einkaufs werden durch Supply Chain Finance abgedeckt. Zahlungsziele werden von 30 auf 60 Tage harmonisiert. 28,7 Millionen Euro Working Capital werden jährlich freigesetzt, 140.000 Euro an Zinszahlungen eingespart. Durch die intensivierte zuverlässige Zusammenarbeit mit den Topzulieferern können bessere Mengenrabatte verhandelt werden.

 

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Jarkko Kerkola, Head of Sales, DACH

Jarkko.Kerkola@OpusCapita.com

 

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