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Legen Sie Ihre Cashbestände offen!
Weitere Hauptvorteile einer zentralisierten Treasury

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Sie wären überrascht, wie dezentrales Cash Management die Liquidität verhindert! Einer der wesentlichen Vorteile einer zentralisierten Treasury ist die Schaffung von Transparenz.

Große Vorteile einer zentralisierten Treasury für das Cash Management

Die Erkenntnis, in welcher Höhe Cashbestände sich bei dezentralen, komplexen Cash Management-Prozessen verbergen und innerhalb lokaler Funktionen und Bankkonten gebunden sind, können Corporate Finance-Organisationen schon in Erstaunen versetzen.

Wussten Sie, dass über mehr Transparenz und Steuerung im Rahmen eines zentralisierten Treasury- und Cash Managements der Anteil des betrieblich gebundenen Working Capitals von 10 % auf 1 % Ihrer Nettoumsätze gesenkt werden kann? Bei einem Unternehmen mit z.B. 300 Mio. Euro Umsatz könnte so de facto Working Capital in der Größenordnung bis zu 37 Mio. Euro für eine effektivere Nutzung freigesetzt werden.

In unserem letzten Blog haben wir uns mit den Herausforderungen eines multinationalen Cash Managements befasst und die Hauptursachen suboptimaler Prozesse unter die Lupe genommen. Jetzt geht es darum, sich intensiver mit den wesentlichen Vorteilen einer zentralisierten Treasury für das Cash Management auseinanderzusetzen.

Transparenz ermöglicht Einflussnahme

Eine zentrale Cashflow-Steuerung bringt durch eine höhere Kosten- und Prozesseffizienz sowie Harmonisierungseffekte offensichtliche operative Vorteile mit sich. Vielfach konnte jedoch auch festgestellt werden, dass die strategischen Vorteile, die sich aus der uneingeschränkten Transparenz über und Sichtbarkeit der Cashbestände auf Konzernebene ergeben, den Finanzmanagern in den Unternehmen immer wichtiger werden. Effiziente Cashflows ermöglichen ein optimales Liquiditätsmanagement und genauere Liquiditätsprognosen, was ein wichtiges Instrument bei der Aufgabe sein kann, das Working Capital Ihrer Organisation bestmöglich einzusetzen. Der klare Blick auf die Cashbestände ermöglicht es Ihnen, das operative Geschäft und Entscheidungsfindungen durch relevante Einblicke und Analysen zu unterstützen.

Zahlungsmissbrauch fest im Blick

Die Tatsache, dass sich Zahlungsvorgänge in Unternehmen bei internationalen Cyberkriminellen zunehmender Beliebtheit erfreuen, ist keine Neuigkeit – schließlich ist dies die Stelle, an der liquide Mittel aus dem Unternehmen abfließen. Im Rahmen der Konzern-Treasury bedarf es hier einer guten Ausgangsposition, um den gesamten Cashflow der Organisation im Auge zu behalten und Betrug effektiv zu bekämpfen bzw. Zahlungsmissbrauch im Visier zu behalten. Ausgehende Zahlungen über eine Payment Factory oder eine In-House-Bank zentral zu steuern und alle damit verbundenen Prozesse auf Konzernebene zu harmonisieren, verbessert die Cashflow-Transparenz und ermöglicht Ihnen einen ganzheitlichen Ansatz beim Risikomanagement.

Cashflow-Optimierung

Lokale Transaktionen und Prozesse sowie mangelnde Integration führen leicht zu suboptimalen Rahmenbedingungen. Einer der Hauptvorteile zentralisierter Abläufe in der Treasury – und im Rahmen des Cash Managements – besteht in der Möglichkeit, die Cashflow-Prozesse zu optimieren und zu automatisieren. Durch Ausschöpfung des Potenzials z.B. der Liquiditätsbündelung (Cash-Pooling), Saldierung (Netting) oder von Payment Factory-Strukturen lassen sich die Prozesse rund um die liquiden Mittel sowohl intern als auch extern erheblich beschleunigen und glätten. Alles in allem sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie Zeit und Mittel auf das Zusammentragen erforderlicher Informationen für ein effizientes Liquiditäts- und Working Capital-Management verwenden möchten – oder diese Zeit lieber dazu nutzen sollten, Analysen durchzuführen und so informationsgestützte Maßnahmen zu ergreifen.

Stärkung der eigenen Verhandlungsposition und Vermeidung von Doppelarbeit

Würden Sie bei den Verhandlungen mit Banken gerne am längeren Hebel sitzen? Sind sowohl das Cashflow, als auch das Banken-Management an zentraler Stelle zusammengefasst, kann dies zu einer stärkeren Verhandlungsposition der Treasury gegenüber den Geschäftsbanken – etwa bei der Preisgestaltung – führen. Auch kurzfristige Anlagen lassen sich so dank der Skaleneffekte profitabel verhandeln. Doppelarbeit – falls das Vertragsmanagement bisher in mehreren Niederlassungen und nicht über eine zentrale Treasury-Abteilung abgewickelt wurde – kann hier bis zu einem gewissen Grad vermieden werden.

In einem ersten Schritt ist festzulegen, welchen Zentralisierungsgrad Ihre Organisation erreichen möchte. Hierbei hilft ein Blick auf unsere Infografik, in der die wesentlichen Vorteile einer zentralisierten Treasury für das Cash Management auf jeder Stufe erklärt werden. Möchten Sie direkt voll und ganz in die Materie einsteigen, empfiehlt es sich, als erstes unser Whitepaper über multilaterales Netting herunterzuladen, in dem wir dieses Saldierungsverfahren als eine Lösung zur Zentralisierung finanzieller Prozesse auf Konzernebene erklären.

In unserem nächsten Beitrag sehen wir uns die In-House-Bank an, welche die am weitesten entwickelte Lösung darstellt, um den Herausforderungen des Cash Managements zu begegnen. Wir untersuchen, wie dieses Instrument Sie im Hinblick auf die Realisierung operativer und strategischer Vorteile unterstützen kann.

 

 

Jaakko Kilpinen OpusCapita

Jaakko Kilpinen
Jaakko Kilpinen blickt auf über 15 Jahre Erfahrung im betrieblichen Cash Management zurück und verfügt über ein profundes Fachwissen zu Liquiditätsprognosen, Saldierungs- und In-House-Banking-Prozessen. Im Rahmen seiner beruflichen Laufbahn bekleidete er u.a. die Position des Konzern-Treasurers in einem finnischen Aktienunternehmen. Derzeit ist er als Solution Manager für OpusCapita tätig.